Der starke Druck von Seiten der USA ist ein Grund für das Scheitern der Öl-Verhandlungen in Doha zum Einfrieren der Fördermenge, wie Venezuelas Öl-Minister Eulogio Del Pino laut Reuters erklärte. Die USA hätten die Verhandlungen als eine „Bedrohung für ihre imperialistischen Interessen“ wahrgenommen.

 

„Erstmals sind 18 Opec- und Nicht-Opec-Staaten zusammengekommen, um eine Vereinbarung zu unterzeichnen. Dies wurde von den USA aber als eine Bedrohung für ihre imperialistischen Interessen wahrgenommen. Der US-Außenminister (John Kerry – Anm. d. Red.) hatte eine Woche zuvor alle Golfstaaten besucht“, so del Pino.

 

Das alles sei ein einziger Krieg gegen Venezuela, da die Meinung verbreitet sei, man könne Venezuela mit niedrigen Ölpreisen fertigmachen, so der Minister. Es sei völlig klar, dass dieser Krieg mittels wirtschaftlichen Drucks geführt werde.

 

Am vergangenen Sonntag hatten die ölproduzierenden Saaten auf einem Gipfel in der katarischen Hauptstadt Doha zum Einfrieren der Ölproduktion keine Einigung erzielen können. Saudi-Arabien weigerte sich, jegliche Übereinkünfte ohne Teilnahme des Irans zu unterstützen, der keinen Vertreter zu dem Treffen geschickt hatte. Teheran betonte wiederum, es sei zu Diskussionen über die Begrenzung seiner Ölproduktion erst dann bereit, wenn die Fördermenge von vier Millionen Barrel pro Tag, die vor der Sanktionsverhängung gegolten hatte, erneut vereinbart würde.

 

Die nächste Gesprächsrunde der OPEC-Staaten ist für Juni in Wien angesetzt. Falls ein Übereinkommen getroffen werden sollte, könnten sich dem auch Länder anschließen, die nicht zur Organisation gehören.

 

Quelle: Sputniknews