Nach der jüngsten Eskalation in Berg-Karabach ruft der russische Außenminister Sergej Lawrow Deutschland als Vorsitzland der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa dazu auf, zur Umsetzung des bereits 2011 vereinbarten OSZE-Friedensplans für die umstrittene Südkaukasus-Region beizutragen.

 

Russland halte es für prinzipiell wichtig, „alles zu tun, um jede Verletzung der geltenden unbefristeten Waffenstillstandsvereinbarungen zu vermeiden, die bereits in den Jahren 1994 und 1995 getroffen wurden, jedoch von aller Welt als immer noch rechtskräftig betrachtet werden“.

 

Zur Stärkung dieser Vereinbarungen seien in den Folgejahren unter russischer Vermittlung Schritte zur Untersuchung von Zwischenfällen und weitere Vertrauensmaßnahmen vereinbart worden, sagte Lawrow. Die OSZE habe 2011 eine Roadmap dazu verabschiedet.

 

„Wir halten es für wichtig, dass der deutsche Vorsitz, der der Konfliktbeilegung im OSZE-Raum große Aufmerksamkeit schenkt, sich auch darauf konzentriert“, so der russische Außenminister weiter. „Wir werden allseitig dazu beitragen, dass Berlin seiner Verantwortung in diesem Bereich bewusst wird.“

 

Quelle: Sputniknews