Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, dass die Aussagen der Türkei hinsichtlich des Konflikts in Berg-Karabach ein Kriegsaufruf sind. Er erklärte dies bei einem Treffen mit seinem armenischen Amtskollegen in Eriwan.

 

«Die Aussagen aus dem Mund der türkischen Führung sind absolut inakzeptabel. Diese waren Aufrufe nicht zum Frieden, sondern zum Krieg», zitiert ihn TASS.

 
Die Vereinbarungen über die Feuerpause in Berg-Karabach von 1994 und 1995 sind unbefristet und bilden die Grundlage für den Waffenstillstand in der Konfliktzone, wie Russlands Außenministerium verlautet.

 

Diese Grundhaltung entspreche auch dem Ansatz der Minsker OSZE-Gruppe. Sie sei außerdem erneut am 12. April in der Note von Russlands ständiger OSZE-Vertretung an die Vertretung Aserbaidschans dargelegt worden.

 

Der Karabach-Konflikt hatte sich am 2. April verschärft. Das Verteidigungsministerium Aserbaidschans meldete Beschuss durch armenische Streitkräfte, während Armenien „Angriffshandlungen“ der aserbaidschanischen Seite beklagte. Baku und Eriwan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Situation verantwortlich. Nach UN-Angaben sollen in der Konfliktzone mindestens 33 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden sein.