Die Vereinbarungen über die Feuerpause in Berg-Karabach von 1994 und 1995 sind unbefristet und bilden die Grundlage für den Waffenstillstand in der Konfliktzone, wie Russlands Außenministerium verlautet.

 

Diese Grundhaltung entspreche auch dem Ansatz der Minsker OSZE-Gruppe. Sie sei außerdem erneut am 12. April in der Note von Russlands ständiger OSZE-Vertretung an die Vertretung Aserbaidschans dargelegt worden.

 

Der Karabach-Konflikt hatte sich am 2. April verschärft. Das Verteidigungsministerium Aserbaidschans meldete Beschuss durch armenische Streitkräfte, während Armenien „Angriffshandlungen“ der aserbaidschanischen Seite beklagte. Baku und Eriwan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Situation verantwortlich. Nach UN-Angaben sollen in der Konfliktzone mindestens 33 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden sein.

 

Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konflikts werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Ihre Co-Vorsitzenden sind die USA, Russland und Frankreich.

 

Die Republik Berg-Karabach, die hauptsächlich von Armeniern bewohnt wird, hatte 1991 die Unabhängigkeit von Aserbaidschan ausgerufen. Baku erklärte diesen Schritt für illegitim und löste die Autonomie von Karabach auf. Daraufhin kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor die Kontrolle über Berg-Karabach sowie vollständig bzw. teilweise über sieben benachbarte Kreise.



Quelle: Sputniknews