Der niedrige Wasserstand an der marokkanischen Küste hat zu einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta geführt. Mehr als hundert Menschen gelang es, den Grenzzaun zu überwinden.

 

101 Menschen ist am Samstag von Marokko aus die Flucht in die spanische Exklave Ceuta gelungen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf die Behörden berichtete, waren an dem Massenansturm rund 250 Afrikaner beteiligt. Die Flüchtlinge – allesamt Männer – hätten die guten Seebedingungen ausgenutzt, um vormittags am Strand-Grenzübergang Benzú übers Meer nach Ceuta zu gelangen.

 

Sieben Flüchtlinge hätten sich bei der Aktion verletzt und seien mit Schnittwunden und Prellungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Die Behörden hatten zunächst von «mindestens 119» Flüchtlingen gesprochen, die spanisches Gebiet erreicht hätten, korrigierten diese Zahl aber später nach unten. Die Begründung: Die paramilitärische Polizeieinheit Guardia Civil habe sich verzählt.

 

Nach Angaben der Behörden in Ceuta handelte es sich bei den Schutzsuchenden um Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara.