Etwa dreihundert Aktivisten haben am Sonntag auf dem Brenner an der österreichisch-italienischen Grenze gegen die geplanten Grenzkontrollen protestiert, wie der Österreichische Rundfunk berichtete. Dabei ist es zu Zusammenstößen gekommen, die Polizei hat Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt.

 

Die Kundgebung fand am Brenner in den Alpen statt, am Grenzübergang zwischen Italien und Österreich. Angesichts eines möglichen neuen Flüchtlingszustroms hatte Österreich zuvor eine Verschärfung der Grenzkontrollen angeordnet.

 

 
Die Demonstranten hielten Plakate mit Aufschriften „Menschen ohne Grenzen“ und „Flüchtlinge willkommen“ hoch und zogen als Protestmarsch über die Grenze. Die lokale Polizei hat den Demonstrationszug auf der österreichischen Seite aufgehalten.

 

 

​Zwar war die Kundgebung ohne Gewalt verlaufen, die Polizei war allerdings mit Wasserwerfern ausgerüstet vor Ort. Letztendlich musste sie Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen, um die Demonstranten zu stoppen, wie die Tiroler Ausgabe des ORF berichtet.   Ein Protestler wurde festgenommen und auf eine Sitzblockade hin wieder freigelassen worden. Zwei Demonstranten sollen vom Roten Kreuz wegen geröteter Bindehäute durch das Pfefferspray behandelt worden sein.