Angesichts des Vormarsches der terroristischen al-Nusra-Front nahe der nordsyrischen Metropole Aleppo beschuldigt Russlands Außenminister Sergej Lawrow die USA, die bereits vor zwei Monaten getroffene Vereinbarung, die den Weg für russische Angriffe auf die Terroristen hätte freimachen sollen, immer noch nicht erfüllt zu haben.

 

US-Außenminister John Kerry habe bereits im Januar dafür plädiert, dass die Oppositionsgruppen die Gebiete in unmittelbarer Nähe der Terroristen verlassen, sagte Lawrow am Montag. Die USA hätten dann versprochen, dass „gemäßigte Rebellen“ sich aus der Gegend rund um Aleppo zurückziehen, damit Russland ungehindert Angriffe auf den al-Qaida-Ableger al-Nusra-Front, der sich dort eingenistet hat, fliegen könnte.

 

Lawrow zufolge hatten die USA Russland gebeten, von Bombenangriffen auf bestimmte Gebiete rund um Aleppo abzusehen, weil sich dort nicht nur al-Nusra-Terroristen, sondern auch die „guten Oppositionellen“ befänden.

 

„Wir haben damals mit den Amerikanern vereinbart, dass sie ihren Einfluss auf diese guten Oppositionellen nutzen und diese aus der Gegend abziehen, damit niemand mehr bei der Bekämpfung der Terrorgruppe al-Nusra-Front im Wege steht“, so der russische Außenminister.

 

„Die USA haben uns ein festes Versprechen gegeben, eine solche Abgrenzung durchzuführen, erfüllen es seit zwei Monaten aber nicht.“ Bereits vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass die al-Nusra-Front im Raum Aleppo bis zu 10.000 Kämpfer zusammengezogen hat.

 

Quelle: Sputniknews