Die österreichische Polizei hat am Montag im Burgenland mit temporären Grenzkontrollen begonnen, wie die Agentur APA meldet. Am Grenzübergang Nickelsdorf an der Ostautobahn überprüfen Beamte den von Ungarn kommenden Verkehr.

 

APA zufolge leiten Polizisten seit 08:00 Uhr Lokalzeit den Einreiseverkehr auf eine Fahrspur zusammen, wobei die Autos die Kontrolle sehr langsam passieren müssen. Besonders aufmerksam würden Kastenwagen kontrolliert, mit denen Schlepper Flüchtlinge transportieren könnten. Sie würden zur Seite geleitet, damit Einsatzkräfte den Laderaum durchsuchen können.

 

Wegen der Kontrollen habe sich bereits ein Stau an der Grenze gebildet. Zur Unterstützung der Polizei leiste das Bundesheer in Kompaniestärke zudem die Überwachung entlang der Grünen Grenze. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Grenze nur an den speziell dazu vorgesehenen Grenzübergängen überschritten wird, so APA unter Berufung auf die Landespolizeidirektion.

 

Der britischen Zeitung Express zufolge unternahmen die Lokalbehörden diese Schritte in Erwartung einer neuen Flüchtlingswelle und vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannung zwischen Migranten und Ortseinwohnern. Letztes Jahr wurden in Österreich laut Express insgesamt 88.000 Asylanträge gestellt. Das ist mehr als die Anzahl der 2014 zur Welt gekommenen Kinder (82.000).

 

The Daily Mail zufolge nahm Österreich 2016 bereits 90.000 Flüchtlinge auf.