Der Gouverneur des ukrainischen Gebietes Odessa und ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili ist von einem Wahlsieg seines Teams in der georgischen Partei „Einheitliche nationale Bewegung“ im Herbst überzeugt, worauf er in sein Heimatland zurückkehren will.

 

 

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AP Photo/ Efrem Lukatsky

 

„Es gibt zwei Kräfte. Die eine ist mit Bidsina Iwaniscwhili (Chef der Partei ‚Georgischer Traum‘ – Anm. d. Red.) und die andere mit mir verbunden, und es gibt keine dritte Kraft. Alles andere ist bloße Simulierung“, sagte Saakaschwili dem Fernsehsender „Rustavi 2“.

 

 

Der Ex-Präsident will nach eigenen Worten in sein Heimatland zurückkehren, beabsichtigt jedoch nicht, „seine Mission in der Ukraine“ aufzugeben.

 

„Es gibt keine Wahl zwischen Georgien und der Ukraine, es gibt nur eine Wahl – die einheitliche gute Zukunft“, so Saakaschwili.

 

Die Partei „Einheitliche nationale Bewegung“ hatte neun Jahre lang in Georgien regiert. Nach der Parlamentswahl 2012 übernahm die vom Milliardär Bidsina Iwanischwili geleitete Koalition „Georgier Traum“ die Macht. Iwanischwili verweilte nicht lange in seinem Amt als Premier. Doch auch nach seinem Ausstieg aus der Politik leitet er nach Behauptung der Opposition weiterhin das Land „aus den Wandelgängen“.

 

Saakaschwili verließ im November 2013, gleich nach dem Amtsantritt von Georgi Margawelaschiwli als Präsident, Georgien. Die Hauptstaatsanwaltschaft des Landes beschuldigte den Ex-Präsidenten wegen mehrerer Straftaten, darunter wegen der Veruntreuung von rund fünf Millionen US-Dollar Staatsgeld. Im Dezember 2015 wurde Saakaschwili die georgische Staatsbürgerschaft aberkannt.