Zehntausende Menschen haben am Sonntag mit einem Gedenkmarsch auf den Straßen von Los Angeles der 1,5 Millionen Opfern des durch das Osmanische Reich begangenen Völkermordes an den Armeniern gedacht und sich vor dem türkischen Konsulat versammelt, berichtet die Zeitung „Los Angeles Times“.

 

 
    Im Jahr 1915 waren fast 1,5 Millionen Armenier von osmanischen Türken ermordet worden. Die christliche Minderheit, die im Osmanischen Reich auf ihrem angestammten Territorium – heute Teil der Türkei — lebte, wurde ausgerottet. Armenier in aller Welt begangen am Sonntag, dem 24. April, den 101. Jahrestag eines der ersten systematischen Völkermorde des 20. Jahrhunderts.   Laut Angaben der „LA Times“ hatten sich in Los Angeles am vergangenen Sonntag über 10.000 Menschen nahe dem türkischen Konsulat versammelt.  
 

 

​„Heute sind wir alle Armenier“, sagte der US-Demokrat Adam Schiff, Mitglied des Repräsentantenhauses, während des Marsches. „Wir haben ein Anliegen und dieses Anliegen ist Gerechtigkeit.“

 
Zuvor hatte Schiff US-Präsident Barack Obama in einem Brief dazu aufgerufen „den Völkermord bei seinem Namen zu nennen“, zudem der diesjährige Gedenktag „die letzte Chance“ für Obama sei, da seine Amtszeit ja bald zu Ende gehe.

 

Trotz des Briefes hatte Obama am Freitag im Vorfeld des Gedenktages auch in diesem Jahr das Wort „Völkermord“ gemieden.

 

Im Rahmen seiner Wahlversprechen hatte Barack Obama 2008 angekündigt, „als Präsident den Völkermord an den Armeniern anzuerkennen“.

 


 
 

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