Die USA stocken ihr Militäretat auf und strebt nach neuen Stützpunkte im Ausland, um globale Vormachtstellung zu erringen, wie es in einem Verschlussbericht über die Militärpräsenz der USA in der Welt heißt, der der Zeitung „Kommersant“ vorliegt.

 

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Foto: AFP 2016/ Jean-Christophe Verhaegen

 

Der Bericht „Die US-Militärpräsenz in verschiedenen Regionen der Welt als Element globaler Herrschaft“, ist vom Zentrum für Erforschung der Krisengesellschaft gemeinsam mit dem Fonds „Dialog der Zivilisationen“ des Ex-RZD-Chefs Wladimir Jakunin erarbeitet worden.

 

Die US-Bodenstreitkräfte verzichten laut dem Bericht von der Konzeption eines globalen Krieges und orientieren sich dafür mehr auf Expeditionseinsätze. Im Kampf gegen den Terrorismus setzten sie auf leichte und luftbewegliche Kampftechnik. Auch die Auslandsstützpunkte spielen Experten zufolge eine bedeutende Rolle in der Militärherrschaft der USA: „Mit deren Hilfe können die USA ihre Macht in jede Region der Welt bringen, den Verbündeten Sicherheit bieten und mögliche Feinden aufhalten“.

 

Washington soll demnach nicht die Zahl seiner Basen reduzieren wollen. Im Gegenteil – die USA würden sich immer aktiver in Osteuropa, Transkaukasien und Zentralasien umschauen.

 

Der Bericht beleuchtet auch die erste Erhöhung von Militärausgaben seit fünf Jahren für 2016: Obwohl einige aussichtsreiche Verteidigungsprogramme wegen der Kürzungen in den letzten Jahren auf Eis gelegt werden mussten, soll dies nicht „irreführen“, da der Vorsprung der USA zu möglichen Militärrivalen noch immer bedeutend bleibt. Die geplante Aufstockung der Militärausgaben verbinden die Experten vor allem mit der Situation in der Ukraine.

 

Zuvor hatte „Kommersant“ mitgeteilt, dass die Militärallianz Georgien und der Ukraine beim Nato-Gipfel in Warschau im Juli einen neuen Status anbieten will: eine assoziierte Partnerschaft sowie engere Kooperation im Schwarzen Meer im 28+2-Format, das zuvor in Schweden und Finnland geprüft worden war.

 

Quelle: Sputniknews

 

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