Der britische Staat wird Russisch-Unterricht an Universitäten finanzieren, um besser gegen Russland gewappnet zu sein, schreibt das Onlinemagazin Life.ru. Die Denkfabrik Institute for Statecraft hat ein nationales Programm zum Studium wichtiger Sprachen vorgeschlagen, zu denen neben Russisch auch Chinesisch, Persisch und Hindi gezählt werden.

 

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Foto: Flickr/ Defence Images

 

Die British Academy habe bereits 2013 davor gewarnt, dass es Geheimdiensten und diplomatischen Vertretungen zunehmend an Spezialisten mit den besagten Sprachkenntnissen mangle, sagte Victor Madeira vom Institute for Statecraft. Der so genannte Beitritt der Krim zu Russland sei möglich geworden, weil die Nato-Regierungen der Region nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt und nicht genug Sprach- und Kulturkenntnisse besessen hatten.

 

Nun sollen Hunderte Studenten an britischen Universitäten die „wichtigsten Sprachen“ studieren. Nach einem dreijährigen Studium soll jeder Absolvent mindestens eine dieser Sprachen fließend beherrschen. Wer danach für die Regierung arbeiten will, dem sollen die Studienkosten teilweise oder völlig erstattet werden.

 

Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkernug der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.

 

Die neue ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und — auf ihr Drängen hin — die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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