Eine der beliebtesten niederländischen Zeitung De Telegraaf hat eine Karikatur über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan veröffentlicht, nachdem in der Türkei eine Journalistin von der Zeitung Metro während ihres Urlaubs dort festgenommen wurde.

 


Erdogan wurde als ein Affe dargestellt, der «die europäische Meinungsfreiheit mit den Füßen tritt.“ Er steht auf einem Hügel, auf dem Apen Rots ( «Affenfelsen») geschrieben wird. Die Zeitung The Washington Post erklärt, was es bedeuten könnte: Einerseits könnte der Begriff dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten betreffen, andererseits könnte er die Macht symbolisiere, die in ihren Händen ein dominantes Individuum hält.

 

Unter einem Fuß des Affen ist eine Frau zu sehen, die offenbar genau die Journalistin Ebru Umar ist. In der Nähe sind die Trümmer von Bleistift und Tinte verstreut. Das Spottbild wurde mit «die lange Hand Erdogans» betitelt.

 

Anfang dieser Woche sagte eine niederländische Journalistin, die in der Türkei arbeitet, dass die örtliche Polizei zu ihr nach Hause kam und sie zur Polizeistation brachte. Vor kurzem hat Umar in der Zeitung Metro eine Meldung veröffentlichte, die die Behandlung der niederländischen Türken durch die türkischen Botschaft in Rotterdam kritisierte. Die türkischen Organisationen forderten, sie über die negativen Kommentare zu Erdogan in den Niederlanden zu informieren.

 

Später berichtete das niederländische Außenministerium über die Freilassung der Journalistin. Die Frau muss aber noch immer in der Türkei bleiben.

 

Am Montag veröffentlichte die Zeitung Metro auf dem YouTube-Kanal ein Video, in dem sie sich bei Denjenigen bedankt, die sie in dieser Situation unterstützt haben.

 

Viele Vertreter der Medien und Menschenrechtsaktivisten haben die Aufmerksamkeit auf die Probleme mit der Meinungsfreiheit in der Türkei gezogen. In letzter Zeit jedoch versucht der türkische Präsident die zu bekämpfen, welche ihn kritisieren, nicht nur in der Heimat, sondern auch in anderen Ländern.

 

Am 25. April 2016 wurde in Umars Amsterdamer Wohnung eingebrochen und eine Wand mit dem Schimpfwort «Hoer» (ndl. für «Hure») beschmiert.

 

 

 

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