Die türkische Artillerie in der Ortschaft Aluichak hat am Sonntag Stellungen syrischer Streitkräfte unter Beschuss genommen. Ein Gegenfeuer wurde nicht geöffnet, wie das russische Versöhnungszentrum in Syrien am Dienstag mitteilte.

 

„Am 24. April hat die türkische Artillerie in der Ortschaft Aluichak von 13.00 bis 13.15 Uhr Stellungen der syrischen Regierungstruppen unter Beschuss genommen. Ein Gegenfeuer auf die türkischen Positionen wurde nicht geöffnet“, heißt es auf der Webseite des russischen Verteidigungsministeriums.

 

Zudem sollen die Kämpfer der oppositionellen Gruppierung Ahrar al-Scham Einheiten der syrischen Armee im Raum der Ortschaften Sandran, Rascha, Safar und Schmais aus Raketen- und Granatenwerfern beschossen haben. Kämpfer der Terrorgruppierung Dschaisch-al-Islam griffen laut Informationen des Ministeriums ein Militärkrankenhaus in der Stadt Harasta und regierungsfreundliche Kräfte bei Dschobar,  Mardsch-al-Sultan und Irbin an.

 

Die Kämpfer von Ahrar al-Scham sollen eine Offensive auf die Stellungen der syrischen Armee südlich von Aleppo versucht haben. Doch nach erheblichen Verlusten bei den Kämpfen mussten sie an ihre Ausganspositionen zurückkehren, heißt es in der Mitteilung des Versöhnungszentrums weiter.

 

Außerdem wurde betont, dass die russische Luftwaffe keine Angriffe auf bewaffnete Gruppierungen geflogen habe, die sich zum Waffenstillstand bekannt und dem russischen oder den amerikanischen Zentren ihren Aufenthaltsort mitgeteilt hatten.

 

Die Feuerpause in Syrien war am 27. Februar in Kraft getreten. Allerdings gilt sie nicht für die in Russland und einigen anderen Ländern geächteten Terrornetzwerke Daesh (Islamischer Staat, IS) und Dschebhat an-Nusra sowie für andere Organisationen, die von der UN als Terrorgruppierungen eingestuft wurden.