Das türkische Militär hat nach Angaben von Menschenrechtlern in den vergangenen drei Monaten an der Grenze zu Syrien 17 Flüchtlinge getötet und mindestens 20 weitere verletzt.

 

Die Menschen seien von Soldaten bei dem Versuch getötet worden, die Grenze zu überqueren, teilte Öztürk Türkdoğan, der Leiter des türkischen Verbandes für Menschenrechte, am Dienstag in einem Interview für die Nachrichtenagentur RIA Novosti mit. Nach seinen Angaben haben sich in der Kurdenregion um die nordwestsyrische Stadt Afrin sehr viele sunnitische Flüchtlinge angesammelt, die vor den Kämpfen in Aleppo Richtung Grenze geflohen sind. „Diese wagen sich jedoch nicht in die Türkei.“

 

Die Europäische Union hatte der Regierung in Ankara drei Milliarden Euro zugesagt, damit die Türkei die Flüchtlingsströme in die EU eindämmt.