Etwa vier Tonnen Hilfsgüter, darunter eine Tonne Brot, das in Syrien aus russischem Mehl gebacken wurde, haben russische Militärs in die Provinz Hama gebracht, wie der Sprecher des Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Oberst Sergej Iwanow, am Mittwoch mitteilte.

 

Unter den Bewohnern des Dorfers Qremish wurden Brot sowie individuelle Lebensmittelpakete mit Fisch- und Fleischkonserven, Zucker, Mehl, Grütze und Teigwaren verteilt. Die Kinder haben Süßigkeiten – Waffeln, Kekse und Konfekt – bekommen. Russische Militärärzte haben zudem eine mobile Sanitätsstelle eingerichtet und alle Bedürftigen medizinisch versorgt.

 

„Hier leben arme Leute, eine lange Zeit haben sie den Kämpfern widerstanden. Wenige Kilometer von hier entfernt befinden sich schon die Islamisten-Stellungen. Die Leute sind hungrig, es gibt keine Arbeit. Zu den vier Tonnen humanitärer Hilfe gehören Brot, das wir aus humanitären Mehllieferungen in der Brotfabrik von Hama backen, Fleisch- und Fischkonserven, Mehl, Teigwaren und Geschenke für die Kinder“, so Iwanow.

 

Ihm zufolge sind fast alle Männer der Ortschaft jetzt bei der Volksmiliz, und allein die Frauen und Halbwüchsigen widmen sich der Landwirtschaft.

 

Der Kommandeur der einheimischen Volksmiliz hat erzählt, dass die Frontlinie fünf Kilometer vom Dorf entfernt sei, welches im Dezember von den Kämpfern befreit worden sei. Die Stellungen der Volksmiliz seien stetigem Beschuss durch die Terrormilizen der Al-Nusra-Front, des IS und des Ahrar asch-Scham (all diese Organisationen sind in Russland verboten) ausgesetzt. Das Dorf Qremish befinde sich allerdings in einer sicheren Zone und leide nicht unter dem Beschuss, merkte er an.

 

„Wir, die syrische Armee, und ebenso ihren Bündnispartner – die russischen Luftwaffe – haben im Dezember des vergangenen Jahres eine erfolgreiche Operation durchgeführt und diese große Region mit 13 Dörfern von den Kämpfern befreit. Nachdem wir das Dorf Qremish unter unsere Kontrolle genommen hatten, konnten wir auch die Einheimischen bewegen, in ihre Häuser zurückzukehren“, ergänzte er.