Die EU-Kommission ist laut ihrem Vizepräsidenten Frans Timmermans überzeugt, dass die in der Türkei angekommenen syrischen Flüchtlinge eigentlich nicht in die EU weiterreisen, sondern in ihre Heimat zurückkehren wollen.

 

„Deswegen müssen wir unsere Bemühungen zur Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach Wegen zur Herstellung von Frieden in Syrien doppelt verstärken, damit sich diese Menschen an den Wiederaufbau ihres Heimatlands machen können“, sagte Timmermans bei seinem Auftritt vor Abgeordneten des EU-Parlaments.

 

Derzeit haben EU-Länder zur Umsetzung des EU-Türkei-Plans bereits 1.000 Spezialisten nach Griechenland geschickt, so der Timmermanns. Die Zusammenarbeit der EU-Staaten im Kampf gegen die Migrationskrise bezeichnete er im positiven Sinne als beispiellos.

 

Timmermans teilte zudem mit, dass die EU-Kommission die Umsetzung von Hilfsprojekten für Flüchtlinge, für die Brüssel Ankara drei Milliarden Euro bereitgestellt hat, mit der Türkei aktiv erörtere.

 

Am 18. März hatten die EU-Staats- und Regierungschefs einen gemeinsamen Flüchtlingsdeal mit der Türkei beschlossen, der die seit dem Zweiten Weltkriegs größte Migrationskrise in Europa beizulegen helfen soll. Die Vereinbarung sieht unter anderem die Rückbeförderung von illegal in die EU gelangten Migranten – vor allem aus Griechenland und der EU-Mittelmehrküste – in die Türkei vor. Dafür muss die EU ebenso viele legale Migranten aufnehmen.

 

 

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