Der japanische Premierminister Shinzō Abe äußerte am Donnerstag seinen Wunsch, «eine neue Geschichte“ der bilateralen Beziehungen mit Russland zu schaffen. Er kündigte dies bei einem Treffen mit dem Parlamentsmitglied Muneo Suzuki an.

 

Suzuki, der in Japan für seine engen Beziehungen mit Russland bekannt ist, diskutierte mit Abe die Frage über den 60-jährigen Jahrestag der Unterzeichnung der bilateralen gemeinsamen Erklärung. Laut Suzuki hat der Premier zugestimmt, dass man «auf jeden Fall eine neue Geschichte“ zu schaffen braucht», teilte die Nachrichtenagentur Kyodo mit.

 

Der Besuch von Shinzō Abe in Russland wurde für den 6. Mai geplant. Die Gespräche zwischen den japanischen Premier und Präsident Wladimir Putin werden in Sotschi stattfinden.
 
Die Beziehungen zwischen Moskau und Tokio überschattet der ungelöste territoriale Streit. Mit Bezug auf den bilateralen Traktat über Handel und Grenzen von 1855, beansprucht Japan die vier Kurilen-Inseln: Iturup, Kunaschir, Schikotan und Habomai. Die Rückkehr der Gebiete machten die Behörden zur Bedingung um einen Friedensvertrag mit Russland abzuschließen, der nach dem Zweiten Weltkrieg nicht unterzeichnet worden ist.
 
Im Jahr 1956 unterzeichnete die Sowjetunion und Japan eine gemeinsame Erklärung, in der Moskau die Möglichkeit erwägt, die Überreichung der beiden Inseln im Falle eines Friedensvertrages an Japan zu prüfen. Die UdSSR hoffte dahinter drei Kreuze machen. Japan betrachtete das Abkommen nur als einen Teil der Lösung.

 

Nachfolgende Verhandlungen haben nichts gebracht. Moskaus Position ist, dass die Insel ein Teil der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg wurde und die russische Souveränität auf sie nicht in Frage gestellt werden kann.

 

 

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