Die Mehrheit der Deutschen hat sich für eine Annäherung an Moskau ausgesprochen, schreibt die „Huffington Post“ unter Berufung auf eine von der Körber-Stiftung durchgeführte Umfrage. Zugleich betrachten nahezu 48 Prozent der befragten Deutschen Russland als „bedrohliches Land“, wobei diese Kennziffer in Westdeutschland sogar fünf Prozent höher ist.

 

Laut der Studie ist Russland für Deutschland der zweitgrößte Partner nach Frankreich: 81 Prozent der Befragten wollen eine engere Partnerschaft zu Russland, 95 Prozent eine Zusammenarbeit im Russland-EU-Format. Auf Platz drei rangieren die USA.

 

Für besonders wichtig halten die Deutschen die Kooperation mit Russland bei der Beilegung politischer Krisen, darunter auch des Syrien-Konfliktes, und im Kampf gegen den Terrorismus, so die Zeitung.

 

Nach Analyse der Umfrage ist der Experte der Deutschen Gesellschaft für Außenpolitik, Stefan Meister, zu dem Schluss gekommen, dass sich die Deutschen gegenüber Russland zweideutig verhalten: „Das Szenario einer Bedrohung seitens Moskaus“ existiere noch immer in den Köpfen der Deutschen. Dabei „sind diese aber sicher, dass eine Zusammenarbeit mit Russland bei der Lösung der wichtigsten internationalen Konflikte nötig ist“.