Mehr als 184 000 Migranten und Flüchtlinge sollen in den ersten Monaten dieses Jahres in Europa auf dem Seeweg eingetroffen sein, wie der Sprecher der Internationalen Organisation für Migranten (IOM), Joel Millman, auf einer Pressekonferenz am Dienstag mitteilte.

 

Laut Angaben der Organisation haben 184 546 Menschen in diesem Jahr Europa über das Mittelmeer erreicht. Dabei seien 1357 Menschen während der gefährlichen Reise ums Leben gekommen oder würden vermisst.

 

„Trotz der jüngsten Schiffsunglücke an der lybischen Küste ist die Zahl der Toten um 20 Prozent niedriger als im vergangenen Jahr“, betonte Millman.

 

Ihm zufolge soll es allein seit 29. April an den lybischen Küsten mehrere Bootsunfälle gegeben haben, bei denen 113 Menschen ums Leben kamen. Insgesamt sind seit Anfang dieses Jahres viel weniger Flüchtlinge und Migranten über Italien in Europa angekommen, und zwar gerade wegen Angst vor dieser Route, sagte Millman.

 

Jedoch sei die Zahl der Migranten, die über die Türkei weiter nach Europa und Griechenland gelangen, wesentlich gewachsen.