Ein völlig unerwartetes Eingeständnis aus dem Pentagon: Die russischen Piloten wollen mit ihren Manövern in der Ostsee ja eigentlich gar keinen Zwischenfall provozieren, da sie tatsächlich ganz andere Ziele verfolgen, wie der US-Admiral John Richardson am Montag äußerte.

 

Zuvor war berichtet worden, dass ein russischer Su-27-Kampfjet am vergangenen Freitag in „gefährlicher Nähe“ eines US-Flugzeuges vom Typ RC-135 über der Ostsee geflogen sei. Laut dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, hat das US-Aufklärungsflugzeug RC-135U jedes Mal versucht, sich mit einem abgeschalteten Transponder „an die russische Grenze heranzupirschen“. Die russische Luftabwehr sei genötigt worden, ein Jagdflugzeug aufsteigen zu lassen, um den Flugzeugtyp und die Bordnummer des heranfliegenden Flugzeugs zu identifizieren.

 

„Ich denke nicht, dass die Russen einen Zwischenfall provozieren wollen. Ich denke, dass sie ein Signal senden“, kommentierte US-Admiral John Richardson diesen Vorfall.

Es sei offensichtlich, dass die Russen das Pentagon somit wissen lassen wollen, dass sie über die US-Aktivitäten in der Ostsee Bescheid wissen.

Er hoffe aber, dass das Pentagon „solchen Aktivitäten ein Ende setzen könnte“, da nach den russischen Luftmanövern durchaus „taktische Fehlkalkulationen“ folgen könnten, die die Gefahr eines Zwischenfalls bergen.

 

Gleichzeitig würden die USA aber eine „Art von Normalisierung“ der Beziehungen in dieser Region anstreben, fügte er hinzu.

 

In letzter Zeit werfen die USA Russland eine gefährliche Annäherung russischer Kampfjets an amerikanische Militärflugzeuge und Schiffe vor. Unter anderem äußerte Washington am 13. April seine Besorgnis darüber, dass eine russische Su-24 über dem Zerstörer Donald Cook in der Ostsee geflogen sei. Das Pentagon bezeichnete den Vorfall als „Imitation eines Angriffs“.

 

Seinerseits sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, dass die russischen Piloten bei diesen Manövern alle internationalen Sicherheitsnormen eingehalten haben. Außerdem habe sich das US-Militärschiff der russischen Grenze auf eine Distanz von 70 Kilometern genähert, so der Sprecher.

Quelle: Sputniknews