Die Erprobung der neuesten ballistischen Interkontinentalrakete mit abtrennbaren Gefechtsköpfen vom Typ RS-28 Sarmat beginnt noch dieses Jahr, wie der Generaldirektor und Generalkonstrukteur des Staatlichen Makejew-Raketenzentrums, Wladimir Degtjar, auf der Jahreskonferenz der Gewerkschaften sagte.

 

„Die Pläne für 2016 sind ziemlich angespannt: Wir gehen zur Etappe der ‚Wurftests‘ von Sarmat über. Die großangelegte und verantwortungsvolle Arbeit wird weiter fortgesetzt“, so Degtjar.

 

Zuvor hatten Quellen aus der Raketen- und Weltraumbranche mitgeteilt, dass der erste Teststart der Sarmat-Rakete für das zweite Halbjahr 2016 angesetzt sei.

 

Die vom Staatlichen Raketenzentrum Makejew (Miss, Ural) entwickelte und vom Maschinenbauwerk Krasnojarsk produzierte ballistische Interkontinentalrakete Sarmat soll demnächst die ballistische Interkontinentalrakete vom Typ RS-20W Wojewoda (Nato-Bezeichnung – SS-18 „Satan“) ersetzen.

 

Laut der Quelle kann die neue Rakete einen Mehrfachsprengkopf von bis zu zehn Tonnen an „jeden Punkt der Welt sowohl über den Nord-, als auch den Südpol“ transportieren. Früher hatte Russlands Vizeverteidigungsminister Juri Borissow die Serienproduktion der Rakete bis 2020 angekündigt.

 

Die Wojewoda kann bei einer Startmasse von mehr als 210 Tonnen Nutzlasten von bis zu 8,8 Tonnen etwa 16.000 Kilometer überbrücken. Die zweistufige Rakete mit einer Länge von mehr als 34 Metern und einem Durchmesser von drei Metern war Anfang der 1970er-Jahre entwickelt worden.