Das türkische Verteidigungsministerium hat bekannt gegeben, “intelligente” Wachtürme mit automatisierten Selbstschussanlagen an der Grenze zu Syrien errichten zu wollen, berichtet die türkische Zeitung Yeni Safak.

 

Zuvor hatte die Türkei begonnen, die Grenze zu Syrien mit einer Betonmauer und einem Stacheldrahtzaun abzusichern. In der Nähe der Grenzstadt Kilis wird diese Mauer durch Wachtürme ergänzt, die laut dem türkischen Verteidigungsministerium mit Wärmebildkameras, dreisprachigen Alarmsystemen und automatisierten Maschinengewehren ausgestattet werden sollen.

 

Die Wachtürme sollen im Abstand von 300 Metern voneinander errichtet werden und den „illegalen Grenzübertritt verhindern». Betritt man die 300 Meter breite Grenzzone, wird man in drei Sprachen davor gewarnt, sich der Grenze anzunähern. Sollte der Grenzverletzer  der Anweisung nicht folgen, feuern die  Maschinengewehre automatisch auf ihn.

 

Zuvor hatte der türkische Verband für Menschenrechte mitgeteilt, in den letzten drei Monaten seien an der türkischen Grenze zu Syrien Dutzende Flüchtlinge durch das türkische Militär verletzt oder sogar erschossen worden.