Nach der Auszählung von 99 Prozent der Stimmzettel hat das euroskeptische Bündnis aus der Demokratischen Partei Serbiens (DSS) und Dveri die für den Einzug ins serbische Parlament nötige Fünf-Prozent-Hürde überwunden, wie die serbische Wahlkommission am Donnerstag mitteilte.

 

Laut der Wahlbehörde konnte die Koalition 5,03 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen, wodurch diese mit 13 von insgesamt 250 Abgeordnetenmandaten rechnen kann.

 

Der Koalitionsblock „Serbien gewinnt“ um die regierende Fortschrittspartei SNS von Alexander Vucic werde mit 48,25 Prozent der Stimmen über 131 Mandate verfügen.

 

Obwohl die entscheidende Runde der Parlamentswahlen in Serbien bereits am 24. April stattgefunden hatte, wurden die Abstimmungsergebnisse in 15 von mehr als 8.000 Wahllokalen wegen Verstöße annulliert. Eine wiederholte Wahl war aus diesem Grund  für den 4. Mai angesetzt.

 

Bislang konnte das euroskeptische Bündnis nur 4,99 Prozent erreichen. Das Schicksal der Vereinigung, die offen gegen den Beitritt Serbiens zur Nato und für eine engere Kooperation mit Russland eintritt, hing von rund 20.000 Wählern ab, die sich bei der Wiederholungswahl registriert hatten.

 

Aus an den vorgezogenen Parlamentswahlen beteiligten 20 politischen Parteien und Koalitionen schafften lediglich zwölf den Einzug ins Parlament.