Die Europäer schenken den Versprechen von Politikern in Bezug auf Europa laut EU-Parlamentspräsident Martin Schulz kein Vertrauen mehr, da es immer mehr populistische Stimmungen in den EU-Ländern gibt.

 

„Europa ist ein Versprechen, aber ein Versprechen, das nicht eingehalten wurde“, sagte Martin Schulz am Freitag bei den Debatten über die Zukunft der Europäischen Union in der italienischen Hauptstadt.

 

Schulz zufolge empfindet die EU-Bevölkerung es als ungerecht, dass die Staats- und Regierungschefs, die ihren Versprechen, mehr Jobs, mehr Dienstleistungen und mehr Wachstum zu gewährleisten, nicht nachgekommen sind, weiter neue Steuern aufzwingen – und das zur Rettung der Banken. Das sei nicht das Europa, das die Europäer haben sehen wollen.

 

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat dazu aufgerufen, Europa nicht zu idealisieren und keine Hoffnungen in die Bildung eines einheitlichen Staates und einer einheitlichen Nation zu setzen.

 

Schulz zufolge sind die Träume von einem einheitlichen europäischen Staat und einer einheitlichen europäischen Nation eine Illusion. „Wir müssen akzeptieren, in einem Europa mit verschiedenen Währungen und verschiedenen politischen Kräften zu leben. Und die schlimmste Sache ist es, so zu tun, als wüsste man das nicht“, sagte der EU-Parlamentspräsident.

 

Quelle: Sputniknews