Hunderte Aktivisten der oppositionellen Sozialisten-Partei protestieren am Sonntag auf dem Hauptplatz der moldawischen Hauptstadt Chisinau, wo seit kurzem US-Militärtechnik ausgestellt wird, gegen die Teilnahme der USA an Militärübungen in dem Land.

 

Die Demonstranten tragen Beerdigungskränze mit Beileidsgrüßen an Jugoslawien, Libyen, Syrien und Afghanistan bei sich und skandieren Losungen gegen den Krieg und die Nato.

 

„Unter dem Schutz der Nacht sind heute ausländische Soldaten in Chisinau eingetroffen, wodurch die moldauische Verfassung grundlos verletzt wurde“, so ein Abgeordneter der Oppositionspartei.

 

Niemand dürfe Libyen, Syrien, Jugoslawien und andere Länder vergessen, die die Nato-Truppen bereits bombardiert und zerstört hätten.

 

„Wir wollen keine Wiederholung des Schicksals dieser Länder. Wir wollen, dass Moldawien ein neutraler Staat bleibt. Damit (mit der Verlegung der Nato-Technik — Anm. d. R.) wurde die Souveränität unseres Landes verletzt. Die Kriegstechnik befindet sich hier widerrechtlich“, sagte der Parlamentarier.

 

Er erinnerte zudem erneut daran, dass am 9. Mai in Chisinau ein gesamtnationaler Siegesmarsch durchgeführt werde.  Zuvor hatten Vertreter der Oppositionspartei „Krasny Block“ („Roter Block“) auf dem Hauptplatz von Chisinau St.-Georgs-Bänder an US-Soldaten verteilt.

 

In Moldawien finden vom 3. bis 20. Mai  die Übungen Dragon Pioneer 2016  statt. Daran nehmen 165 Soldaten der moldawischen Streitkräfte und 198 Soldaten des zweiten US-Kavallerieregiments sowie 58 Einheiten US-Militärtechnik teil.

 

Zuvor hatte der moldauische Verteidigungsminister Anatol Salaru die Präsentation eines Teils dieser Technik am 9. Mai auf dem Zentralplatz von Chisinau angekündigt. Diese Ausstellung wurde auf den 8. Mai verschoben. An diesem Tag begeht  die westliche Welt die Befreiung vom Faschismus und den Nationalsozialisten, die über 6 Jahre lang ganz Europa mit Schrecken und Tod überzogen hatten.

Quelle: Sputniknews