Der neue ukrainische Ministerpräsident hat sich einen minimalen Versprecher in einer Rede geleistet und damit für viel Aufsehen gesorgt: Er versprach zu stehlen, anstatt dem illegalen Treiben an den ukrainischen Staatsgrenzen ein Ende zu setzen, wie das Portal „Apostrof“ berichtet.

 

Premier Wladimir Groisman sagte wortwörtlich: „Ich werde alles dafür tun, um zu stehlen… und dem ein Ende zu setzen, was heute an den Staatsgrenzen vor sich geht, wie Schmuggel und andere Schemata.“ Dabei benutzte er statt des ukrainischen Wortes für „legen, setzen“ — „poklasti“ — das ähnlich klingende Wort „pokrasti“, das „klauen, stehlen“ bedeutet. Der Lacher war auf Seiten der Kritiker Groismans und dessen Kiewer Regierungselite.

 

Groisman, der am 14. April den immer umstritteneren und letztlich von der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament, abgesetzten Arsenij Jazenjuk als Premier abgelöst hatte, befindet sich auf einer Dienstreise in der Westukraine, wo er auch einen Zollkontrollpunkt an der ukrainisch-polnischen Grenze besuchte. Wie Groismanns Pressesprecher im Anschluss per Twitter mitteilte, gab der Ministerpräsident dem ukrainischen Zoll drei Monate Zeit, um die Situation an den Westgrenzen in den Griff zu bekommen. Zur Unterstützung der Grenze könne außerdem eine eigene flexible Spezialeinheit aufgestellt werden.

 

Quelle: Sputniknews