Der mutmaßliche Mörder des russischen Su-24-Piloten, Alparslan Çelik, ist in der Türkei von allen Vorwürfen freigesprochen worden, wie die Zeitung Daily Sabah unter Berufung auf eine Quelle in der Staatsanwaltschaft am Dienstag berichtet.

 

Am Vortag hatte Çeliks Anwalt, Murat Üstündağ, die Agentur RIA Novosti bereits darüber informiert. Dem Anwalt zufolge waren die Schuldnachweise gegen seinen Klienten als unzureichend anerkannt worden. Das Ermittlungsverfahren wegen illegalen Waffenbesitzes dauere jedoch weiter an.

 

Die türkische Luftwaffe hatte am 24. November 2015 den russischen Bomber Su-24 in Syrien abgeschossen. Der Pilot Oleg Peschkow konnte sich katapultieren, wurde dann aber am Fallschirm hängend vom Boden aus erschossen. Später übernahm der Kämpfer Alparslan Çelik die Verantwortung für die Ermordung des russischen Piloten.

 

Anfang April wurde der Kämpfer in Izmir, Westtürkei, wegen illegalen Waffenbesitzes festgenommen. Während des Ermittlungsverfahrens behauptete der Rebellenkommandeur Çelik, den russischen Bomber Su-24 nicht abgeschossen und keinen solchen Befehl erteilt zu haben, aber als Kommandeur die Verantwortung dafür zu tragen.