Den Deutschen ist nicht mehr zum Scherzen zumute

 
/Um Deutschland zu besetzen muss Erdogan nicht zwingend den Deutschen einen Krieg erklären /

 

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Von Philipp Ekosjanz

 
Vor 55 Jahren prägten zwei Schlüsselereignisse das Schicksal Deutschlands.
 
Am 13 August 1961 wurde die Berliner Mauer fertiggestellt, die das deutsche Volk trennte. Der Mauerbau war damals ein Thema überall auf der Welt. Manche haben ihn verflucht und andere sahen darin die Rettung für die europäische Stabilität.
 
Am 30 Oktober 1961 wurde ein deutsch-türkisches Abkommen über sog. „Gastarbeiter“ unterzeichnet. Dieses Abkommen hat damals kaum einer wahrgenommen. Die direkt Beteiligten ausgenommen.
 
Lediglich der Minister für Arbeit und Sozialordnung – Theodor Blank ist öffentlich gegen dieses Abkommen mit der Türkei aufgetreten. Seiner Meinung nach war die kulturelle Kluft zwischen Deutschland und Türkei viel zu groß. Und er wusste, dass Deutschland keinen Bedarf an neuen Arbeitskräften hatte, da es genügend Arbeitslose in den ärmeren Regionen Deutschlands gab, die alle freien Stellen besetzen könnten. Ohne Einmischung von USA könnte sein Wort damals entscheidend gewesen sein und das geplante Abkommen mit der Türkei wäre Geschichte.
 
Aber Washington übte unerwartet hohen politischen Druck auf den Bundestag aus. Nach Meinung aus Washington war dieses Abkommen unumgänglich, um die Situation in der Türkei selbst zu stabilisieren. Die Koordinatoren des europäischen Wiederaufbaus aus der Übersee hatten ein großes Interesse daran und die Meinung des deutschen Ministers, sowie auch der deutschen Arbeitslosen war für sie kein Hindernis.
 
Das Abkommen wurde unterzeichnet.
 
Die Berliner Mauer überdauerte 27 Jahre und gerät langsam aber sicher in Vergessenheit. Das Abkommen mit der Türkei gilt immer noch. Die türkische Gemeinde in Deutschland vergrößerte sich von 7116 Personen im Jahre 1961 auf über 4 Millionen in 2014. Zwei Millionen besitzen in der Zwischenzeit eine deutsche Staatsangehörigkeit.
 
Anfang der 80-er Jahre erklärte der türkische Premierminister Bülend Ulusu in einem Gespräch mit Helmut Schmidt, dass die Türkei ihre Probleme mit steigenden Geburtenraten und Arbeitslosigkeit nur lösen kann, wenn jährlich mindestens 1 Million Türken das Land verlassen. Vorzugsweise nach Deutschland.
 
Im Jahre 1992 erklärte der türkische Premier Süleyman Demirel folgendes:
 
„Die Türkei wird expandieren, auch wenn unsere Landesgrenze unverändert bleibt. Türkei wird ihren Einfluss von der Adriatischen Küste bis zur großen chinesischen Mauer erweitern.“
 
Derzeit leben über 4 Millionen türkischstämmige in Deutschland.
 
Türkisch ist nach Gebrauchshäufigkeit die zweite Sprache in Deutschland.
 
In den letzten 50 Jahren konvertierten etwa eine halbe Million Einheimische zum Islam.

 

Die gesamte deutsche Migrationspolitik baute auf der Erwartung, dass die Neuankömmlinge die deutschen Spielregeln akzeptieren, sowie die deutsche Tradition und Kultur respektieren werden. Aber sie haben sich getäuscht. Türkische Migranten errichteten auf deutschem Territorium Parallelgesellschaften, wo die deutschen Gesetze nicht gelten und wo die Exekutive nichts zu sagen hat. Die außerdem völlig intransparent für den Außenstehenden sind. Es ist unglaublich, aber die Nichtbeherrschung der deutschen Sprache ist heute sehr oft kein Hindernis für die Erteilung der deutschen Bürgerschaft an die türkischen Staatsangehörigen.
 
Die Interessen türkischstämmiger Bevölkerung vertreten in Deutschland zahllose türkische Organisationen. Zur größten gehört der deutsche Islamrat, gegründet durch die „Milli Gerüsch“–Bewegung. „Milli Gerüsch“ ist eine islamistische Bewegung, die sich in den 70-ern für den Sturz der damaligen weltlichen Regierung in der Türkei einsetzte. Die Bewegung zählt 323 Filialen in Deutschland und 191 in dem restlichen Europa. Heute regiert die AKP-Partei in der Türkei. Zahlreiche Mitglieder dieser Partei, einschließlich Präsident Erdogan waren vor 30-40 Jahren aktive Mitglieder der islamistischen „Milli Gerüsch“- Bewegung.
 
Vergleichbar mit „Milli Gerüsch“, gemessen an der Mitgliederanzahl und Einfluss in Deutschland ist die Hizmet-Bewegung, auch Gülen-Bewegung genannt. Sie wird vom türkischen islamischen Prediger Fethullah Gülen geführt. Außer in Deutschland ist diese Bewegung in weiteren 140 Ländern der Welt vertreten. Der Hauptsitz befindet sich in Frankfurt-am-Main und es sind über 100 Schulzentren über ganz Deutschland verteilt. Nach Meinung von Spiegel-Magazin ist die Gülen-Bewegung die einflussreichste in Deutschland.
 
Nach 55 Jahren Migration erreichte die Türkei fast alle gesetzten Ziele und verfügt nun über einmaligen in der europäischen Geschichte Einfluss auf deutschem Territorium.
 
Islamexpertin von der Uni Marburg – Ursula Spuler-Stegemann sagte einmal: „Die Gülen-Anhänger findet man überall. Es ist die einflussreichste und gefährlichste Bewegung in Deutschland“
 
Ein ehemaliger Gülen-Anhänger charakterisiert die Bewegung als eine Sekte und vermerkt, dass es in Deutschland wesentlich mehr Gülen-Mitglieder gibt als es die offiziellen Quellen vermuten. Die Mitglieder leben in sogenannten „Häusern des Lichts“, wo die Postulate von Fethullah Gülent vermittelt werden. Nach seiner Aussage gibt es allein in Berlin über 20 dieser Häuser.
 
Eine weitere religiöse Organisation in Deutschland ist die Türkisch-islamische Union. Der Verband untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist. Es existieren 896 Filialen in Deutschland, welche die Aktivitäten von 870 deutschen Moscheen koordinieren.
 
Das sind die drei größten und einflussreichsten türkischen Organisationen auf deutschem Boden, die nichts Deutsches in sich tragen. Die Berliner Mauer trennte die Deutschen von den Deutschen. Die Migrationspolitik trennt die Deutschen von Deutschland.
 
In 2016 erlaubte sich ein deutscher Fernsehmoderator Jan Böhmermann einen obszönen Scherz über den türkischen Präsidenten Erdogan. Erdogan forderte von Deutschland den Scherzkeks vor Gericht zu stellen. Die Bundeskanzlerin hat kurz nachgedacht… und stimmte zu. Sie war damit einverstanden einen deutschen Journalisten vor Gericht zu zerren, weil er sich einen Scherz über türkischen Präsidenten Erdogan erlaubte. Erdogan war zufrieden.

 

Ich denke Merkel hat irgendwo Recht. Dem deutschen Volk sollte mittlerweile nicht zum Scherzen zumute sein.
 
Ich sah Merkel und Erdogan während ihres Treffens in Berlin und dachte: „Müsste Erdogan den Deutschen überhaupt einen Krieg erklären, um Deutschland heute zu besetzen?“
 
Und ich erinnere mich wieder an die Worte von Süleyman Demirel:
 
„Die Türkei wird expandieren, auch wenn unsere Landesgrenze unverändert bleibt. Türkei wird ihren Einfluss von der Adriatischen Küste bis zur großen chinesischen Mauer erweitern.“
 
Diese Worte klingen fast schon beruhigend, denn Deutschland gehörte ja zu keiner Zeit zum Großen Osmanischen Reich.
 
Oder ist das nicht mehr so wichtig? Hätte er das heute gesagt, würde er die Adriatische Küste einfach durch die Atlantik-Küste ersetzen.
 
2016 – jeder fünfte in Deutschland ist entweder ein Migrant oder hat einen Migrationshintergrund. Tendenz steigend.

 

 

Übersetzung: ALEX

 

Original-Quelle: