In der Luxus-Siedlung Kosin bei Kiew, in der der ukrainische Präsident Petro Poroschenko lebt, sollen mehrere Bomben explodiert sein. Ein unbekannter Hubschrauber feuerte Augenzeugenberichten zufolge mindestens drei Geschosse ab, die in der Nähe der Präsidenten-Villa einschlugen.

 

Die Präsidenten-Villa von oben:

 

Augenzeugen sprechen von einem großen Hubschrauber mit Tarnflecken, berichtet der ukrainische Sender TSN.

 

Die Maschine habe drei Geschosse abgefeuert, die auf dem Hof von Poroschenkos Nachbarn – dem Unternehmerpaar Wladimir Kosterin und Natalia Schilina – eingeschlagen seien. Verletzt wurde niemand.

 

Videobeweise gibt es nicht. Dass es den Angriff gegeben hat, bestätigten jedoch ein Wächter sowie die Besitzerin des betroffenen Hauses und ihr minderjähriger Sohn. Ihren Worten nach ereignete sich die Attacke bereits am 6. Mai. Das ukrainische Fernsehen zeigte Bilder eines abgebrannten Gebüsches auf dem betroffenen Grundstück.

 

Der Anwalt der Hausbesitzer, Alexander Lupejko, sagte, dass ein Helikopter des Typs Mi-8 geschossen habe. „Die Maschine hatte über dem See gehangen und drei Schüsse abgegeben. Wie sich später herausstellte, waren es Brandbomben.»

 

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der ukrainischen Zeitung „Segodnja“ haben die Ermittler vor Ort keine leeren Hülsen gefunden. Die Experten nahmen an dem abgebrannten Gebüsch Bodenproben, um die Brandursache zu klären.