Zwei Einheiten von insgesamt 400 IS-Kämpfern sind in der Nacht zum Samstag von türkischem Territorium in den Norden Syriens eingedrungen, wie die kurdische Nachrichtenagentur ANHA unter Berufung auf eigene Quellen meldet.

 

„300 Kämpfer von ‘Nureddin Zengi’ und rund 100 von ‘Dschaisch al-Muhadschirin’ haben die Kontrollstelle Bab al-Salam nördlich von Aleppo passiert, aus Richtung der türkischen Stadt Kilis Richtung über die Stadt Azaz in Nordsyrien kommend“, hieß es.

 

Der Posten werde von der türkischen Armee kontrolliert, doch die Türken hätten die dem sogenannten Islamischen Staat (IS, auch Daesh) nahe stehenden Kämpfer einfach durchgelassen, meldet die Agentur.

 

In Aleppo und den umliegenden Gebieten wird trotzt der in Syrien erklärten Waffenruhe zwischen den Islamisten einerseits, den Kurden und der syrischen Armee andererseits weiter gekämpft. Außerdem werden kurdische Stellungen von der türkischen Armee nahe der Stadt Azaz beschossen.

 

So sind am Samstag bei einem Mörserbeschuss in Aleppo drei Menschen ums Leben gekommen, zehn weitere wurden verletzt. Seit dem 23. April gibt es ärztlichen Angaben zufolge bereits rund 140 Tote.