Wir denken selten daran, aber es gibt keine Generation in Russland, die keinen großen Krieg erlebt hat.
 
Es fanden statt:

 

im XX. Jahrhundert – der Russisch-Japanische (1904 – 1905), der Bürgerkrieg (1917 – 1922/23), der Große Vaterländische Krieg (1941 – 1945);
 
im XIX. Jahrhundert – der Russisch-Türkische (1806 – 1812), Napoleons Russlandfeldzug (1812), Krimkrieg (1853 – 1856);
 
im XVIII. Jahrhundert – der Große Nordische Krieg (1700 – 1721), der Russisch-türkische (1787 – 1791);
 
im XVII. Jahrhundert – der Russisch-Polnische (1609 – 1618), der Russisch-Schwedische (1610 – 1617), der Russisch-Persische (1651 – 1653);
 
im XVI. Jahrhundert – der Russisch-Litauische (1507-1508, 1512-1522, 1534-1537, 1561-1582), der Russisch-Schwedische (1554-1557, 1590 – 1595), der Russisch-Türkische (1568-1570);
 
im XV. Jahrhundert – der Russisch-Litauische (1406 – 1408, 1487 – 1494);
 
im XIV. Jahrhundert – der Russisch-Litauische (1368 – 1372);
 
im XIII. Jahrhundert – der Zweite schwedische Kreuzzug (1240 – 1250), die Mongolische Invasion in Russland (1237 – 1240)
…und so weiter.
 
In dieser aggressiven Mannigfaltigkeit hebt sich ein Haupttrend – der Große Kreuzzug des Westens gegen Russland – heraus. Er hat im XIII. Jahrhundert angefangen und dauert bis jetzt an. Grund für seinen Beginn war die Spaltung der Kirche im Jahr 1054 in die orthodoxe und die katholische Richtung. Und allmählich ist diese Spaltung in einen chronischen Krieg übergegangen. Sogar wenn sie sich beruhigt, die ideologische Opposition hört nur dann auf, wenn ein Günstling des Feindes an die Macht kommt – Gorbatschow oder Jelzin beispielsweise.
 
Der erste, der den Schlag des Westens parierte und zum Schluss sogar siegte, das war Alexander Newski.
 
Newski hat gesiegt, obwohl erst das stärkere Konstantinopel fallen musste. Moskau wurde dann zum «Dritten Rom» und somit allmählich zum roten Tuch für den Westen.
 
Den Kindern, die im XXI. Jahrhundert geboren worden sind, muss man das Recht Russlands auf seine Existenz und die eigene Identität erklären. In diesem Zusammenhang muss der Staat die Kontrolle über alle Prozesse in einer Hand konzentrieren. Sie denken an die Privatisierung der Unternehmen, an die Liberalisierung in der Politik und im System der Bildung und auch noch an Toleranz und Pazifismus? Das würde aber bedeuteten, dass Sie an die Vernichtung Russlands denken.
 
Vorerst, zum Glück, ist unsere stärkste Waffe noch das Wort. Um unsere Heimat zu bewahren, ist die Aufklärung der Umgebung und – das Wichtigste – der eigenen Kinder notwendig. Nur so können wir selbst in den Kindern Werte schaffen, die ihnen dabei helfen werden, in der Zukunft zu bestehen und sich nicht in die faschistoiden ukrainischen – die Geschichte vergessenden – Angehörigen eines Strafkommandos des eigenen Volkes zu verwandeln.
 
Die Kreuzritter trugen in sich die Ideen von Feuer und Schwert. Und das konnte kein gutes Ende nehmen. Schon bei Matthaeus 26:52 heißt es: Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort; denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
 
Wir werden in diesen Tagen den 795. Geburtstag unseres Nationalhelden, Alexander Newski, ehren und wir werden sein Andenken für die zukünftigen Generationen bewahren!
Die Führer unseres Staates sollen die Mission der großen Verteidiger Russlands – Alexander Newski, Iwan Grosni, Pjotr der Erste, Joseph Stalins – konsequent fortsetzen.
Anders werden sie uns einfach zerstören.
 
Der Text ist Alexander Newski gewidmet.

 

Von Ilja Belous
 
Übersetzung: Thomas Roth
 
Veröffentlicht bei Contra Magazin