Trotz der Waffenruhe in der Ostukraine ist am Sonntag ein Drehteam des russischen TV-Senders Rossija unter Beschuss durch Kiew unterstehende Truppen geraten, wie die Donezker Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Verteidigungsamt der selbsterklärten Volksrepublik Donbass (VRD) mitteilt.
 

 
Wie die Behörde präzisierte, ist das Feuer von Seiten ukrainischer Streitkräfte im Raum des Kontrollpunkts Jassinowataja auf der Straße zwischen Donezk und Gorlowka eröffnet worden.

 

„Die Reporter wurden mit Panzerbüchsen SPG und Schusswaffen beschossen“, so die Amtsmeldung unter Berufung auf Informanten vor Ort.

 

„Nur dank der gut organisierten Reaktion der VRD-Militärangehörigen, die unter Körpereinsatz die Journalisten vor dem Feuerangriff schützten, konnte die Gruppe aus der Gefahrenzone herausgeführt werden“, so das Militäramt. Ihr Leben sei jetzt außer Gefahr.

 

Bei den Gefechten zwischen dem Kiew treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9.000 Menschen ums Leben gekommen. Seit September gilt in der Region eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder verletzt wird.