Jamala gibt zu: Der ESC-Song „1944“ hat einen politischen Hintergrund (dies ist gemäß den Regeln ganz klar verboten)

 

eurovision-jamala.jpg.size.custom.crop.890x650

 

Die in Kirgisien geborene muslimische Sängerin Jamala erreichte für die Ukraine, insbesondere dank «Jurywertungen» (bei den Zuschauerwertungen wurde sie hinter Russland nur Zweite), den ersten Platz mit ihrem Lied „1944“ beim «unpolitischen» Wettbewerb „Eurovision Song Contest“, insbesonsd Doch das Lied hat sehr wohl einen politischen Hintergrund, da die Vorfahren der Sängerin von der Krim stammen sollen und sie über verlorene Heimat singt.

 

Russische Pranker hatten Jamala ein paar Tagen vor ihrem Auftritt namens einer der Assistenten des Präsidenten der Ukraine, Wadim Tschernischow, angerufen. Sie riefen von einem Sendestudio an, wobei die Zuschauer jedes Wort live mithören konnten. Pranker hat sich als Wadim Tschernischow vorgestellt. Im «privaten» Gespräch gab Jamala zu, dass der Song einen politischen Hintergrund hat, und die Organisatoren der Eurovision deswegen großen Angst hatten, den Song durchzulassen, weil die Eurovision keine Bühne für politische Agitation sein soll.

 

Oder doch?

 

 

 

Pranker: Ich habe gehört, dass sie ihren Song „1944“ vor ungefähr 1 1/2 Jahren geschrieben haben, stimmt das?
 
Jamala: Ja-ja. Soo ist es halt.

 

 

Pranker: Es war mit diesen Ereignissen verbunden, als die Krim von Russland eingegliedert wurde. Stimmt dies?
 
Jamala: Ja klar, richtig.

 
Pranker: Wäre es dann nicht logischer, diesen Song nicht „1944“ sondern „2014“ zu nennen?

 

Jamala: Ja, aber verstehen sie, dann wäre er (Song) bestimmt nicht für die Eurovision zugelassen worden. Dann wäre der Song sofort als politische Aktion eingestuft worden. Die EBU (die Europäische Rundfunkunion) hat mir es sofort gesagt, die den Song angesehen haben. Ich habe mich vor zwei Tagen mit der Organisatoren der Eurovision getroffen, sie hatten riesige Angst gehabt, schrecklichen Angst.

 

Sie hatten ähnliche Probleme mit Georgien, sie haben das Lied abgesetzt. Es gab ähnliche Versuche mit Armenien. Auch hier wurde deren Lied abgesetzt. Wenn ich nur einwenig mit dem übertrieben hätte, dass eigentlich über die jetzige Situation die Rede dies, dass alle Schweine sind, dass sie sie (die Krim) annektiert haben und so Ähnliches… Wenn sie nur ein Schatten der Aggression gespürt hätten, dann hätten sie es (den Song) nicht zugelassen.

 

Es ist keine Bühne für politische Mottos. Aber klar, es gibt dies dort doch (das politische Motto). Zweifellos. Wir wissen es, dies sag ich Euch im Vertrauen. Wenn ich es laut sage, werden sie diesen Song auch absetzen. Verstehen Sie? Man muss sehr weise und ordentlich werden.

 

 

Pranker: Ja, ich bin einverstanden. Vielleicht dann nach dem Auftritt werden Sie irgendwelche politische Mottos laut sagen: „Ehre der Ukraine! Ehre den Helden!“

 

Jamala: Nachdem Auftreten alles beliebige, jedes mögliche Motto. Im Song wurde mehr gesagt, als sie sich denken.

 

 

Pranker: Das Wichtigste ist, dass wir wissen, wovon genau dieser Song handelt.
 
Jamala: Ja ganz genau! Aber die Menschen wissen es auch. Die Menschen verstehen es.
 
Pranker: Also alles Gute, Susana (das ist der echte Vorname von Jamal), wir werden für euch die Daumen drücke. Viel Glück! Ich wünsche Ihnen einen guten Auftritt.

 

Jamala: Ja, danke. Ich danke euch sehr für den Anruf.

 

 

 

Original: