Zu einer neuen Stufe der Gewalt im politischen Diskurs, kam es in der Nacht des 12. auf den 13. Mai in der Stadt Kiel im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein. Dort wurde ein Büro der AfD Ziel eines Sprengstoffanschlages.

 

Auf einem Video einer Überwachungskamera sieht man, wie einer der Täter eine Scheibe mit einem Hammer bearbeitet, der andere bringt einen Feuerwerkskörper an der Landesgeschäftsstelle der AfD in Kiel an. Danach wird dieser auch gezündet, die Verglasung hält jedoch stand und der Anschlag hinterließ laut AfD „nur“ Rußflecken.

 

Die Scheiben wurden vor kurzem neu eingesetzt, da sie bereits im Oktober durch einen linksextremen Anschlag beschädigt wurden. Volker Schnurrbusch, stellvertretender Vorsitzender der AfD, zeigt sich erzürnt: „Die von den Altparteien angefachte Hetze gegen die AfD fällt bei radikalisierten Jugendlichen offenbar auf fruchtbaren Boden. Solche Angriffe haben nichts mit politischer Auseinandersetzung zu tun, sondern sind feige Straftaten.“ Der AfD Landesverband Schleswig-Holstein stellte jetzt eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und „Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion“, heißt es in einer Aussendung der AfD.