Russlands größte Staatsbanken wollen den ukrainischen Markt verlassen und ihre Aktiva in dem Land verkaufen, wie die Zeitung „Kommersant“ berichtet.

 

Sberbank, VTB und die russische Außenhandels- und Entwicklungsbank VEB wollen dem „Kommersant“-Bericht zufolge zur „Wiederherstellung des eigenen Geschäfts und des ukrainischen Banksektors im Allgemeinen“ ihre Aktiva aus der Ukraine zurückziehen. Dabei gebe es keinen Widerspruch zwischen der Verbesserung der Situation und dem Marktaustritt. Im Gegenteil gebe es gerade jetzt eine reale Chance, schreibt die Zeitung.

 

Die VTB-Gruppe sieht nach Worten ihres Chefs Andrej Kostin „keine großen Möglichkeiten in der Ukraine, weder wirtschaftliche noch politische“. Die Bank habe in der Ukraine große Verluste hinzunehmen, es gäbe zahlreiche Kreditausfälle.

 

Sberbank hat am Dienstag die Medienberichte über einen geplanten Aktiva-Verkauf in der Ukraine nicht bestätigt. Doch „Kommersant“ berichtet unter Verweis auf eigene Quellen, dass die Bank entsprechende Verhandlungen geführt habe, die jedoch erfolgslos blieben.

 

Die VEB plane außerdem, ihre ukrainische Tochter Prominvestbank zu verkaufen, hieß es weiter.

 

Quelle: Sputniknews