UK-Unternehmer glauben, dass die Einführung der EU-Sanktionen gegen Russland ein Fehler war, sagte ein Mitglied des Internationalen Komitees des Unterhauses des britischen Parlaments, Daniel Kawtschinski.

 

Laut Kawtschinski teilen viele große britische Unternehmen der Ansicht, dass die Verhängung von Sanktionen nicht unpraktisch ist. So, jetzt, er glaubt, es ist wichtig, zumindest teilweise die Beziehungen mit Russland zu normalisieren, das ein der wichtigsten und strategischen Partnern, nicht nur Großbritanniens, sondern auch den anderen europäischen Ländern ist, so RT.

 

«Wir trafen uns mit Geschäftsleuten bei einem Mittagessen in der Residenz des britischen Botschafters, und ich fragte sie: Unterstützt jemand die Sanktionen gegen Russland? Und natürlich keiner von ihnen unterstützt sie. Große britische Unternehmen glauben, dass anti-russische Sanktionen zum Schaden unseres Landes gereichen, sie sind unpraktisch und unlogisch. So ist es sehr wichtig, dass wir bis zu einem gewissen Gefühl von Normalität mit diesem sehr wichtigen strategischen Partner von Großbritannien und den Westen zurückzukehren», zitiert ihn RIA News.

 

Der Abgeordnete stellte ferner fest, dass die Ukraine, durch die wirtschaftlichen Einschränkungen eingeführt wurden, versucht nicht, seine Verpflichtungen zu erfüllen. In diesem Zusammenhang sei es die fehlerhafte Entscheidung von London, auf der Verlängerung der Sanktionen zu bestehen.

 

«Es ist die höchste Zeit, um den Britischen Behörden zu verstehen, dass die Ukrainer alle Punkte von Minsk II nicht erfüllen, und die westlichen Medien ein wachsames Auge auf Russland haben, und in der Kritik an Russlands Handlungen große Fortschritte machen, während die Ausfälle der ukrainischen Seite nicht beleuchtet werden. Ich denke, dass die Sanktionen logisch und praktisch in der letzten Phase sein sollten. Ich glaube nicht, dass Russland die Krim zurückkehren wird. Russland ist zutiefst davon überzeugt, dass die Krim seine integraler Bestandteil ist. Also lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, damit die Minsk Vereinbarung ausgeführt werden. Lassen Sie uns mit Russland zusammenarbeiten, lassen Sie uns mit den Problemen umzugehen, die die Minsk-Abkommen noch nicht gelöst haben, lass uns versuchen, so schnell wie möglich normale Handelsbeziehungen zwischen unseren Ländern wiederherzustellen», sagte Kawtschinski.

 

Bei der Beurteilung der Beziehungen zwischen Russland und der NATO verglich britischer Politiker sie mit einem Pulverfass. In Anbetracht der Besitz von Atomwaffen von der beiden Seiten, zog er Parallelen aus der Geschichte des Kalten Krieges. Er betonte, dass die Situation zu entschärfen und die Beziehungen zu normalisieren in vielerlei Hinsicht die Persistenz der Politiker geholfen hat, die an der Beilegung von Streitigkeiten zwischen Staaten gearbeitet haben.

 

«Wer die Situation zwischen Russland und der NATO nicht entschärfen will, denke ich, spielt mit dem Feuer. Die letzte Zeit hören wir öfters über das Luftzielabfangen zwischen den russischen und NATO-Flugzeugen in den Himmel über der Ostsee. Diese Situation ist wie ein Pulverfass. Lassen Sie uns nicht vergessen, dass beide Seiten über Atomwaffen verfügen, die völlig ausreichen würde, um sich gegenseitig zu zerstören. Jetzt denke ich oft darüber, was für eine Menge Arbeit in der Vergangenheit geführt wurde. Denn in jenen Tagen waren die Reibungen zwischen der Sowjetunion und dem Westen nicht weniger als jetzt. Aber damals haben westliche Politiker verstanden, wie wichtig es ist, den Respekt an die russische Seite zu zeigen, einen Dialog mit dem zu beginnen, sich dafür zu bemühen, um gemeinsamen Anknüpfungspunkte zu finden», sagte der Experte.

 

Kawtschinski ist der Meinung, das man die Wiederherstellung der Beziehungen mit Russland mit persönlichen Kontakten beginnen sollte. Besuche nach Russland, Treffen mit den hohen Beamten, die Verhandlungen könnten der Moskau die Ernsthaftigkeit der Vorhaben der westlichen Politikern zu demonstrieren.

 

Dabei sollte man den Dialog im Bestehen jenen Streitigkeiten auf keinem Fall abbrechen. In diesem Zusammenhang äußerte er seine Meinungsverschiedenheiten mit dem Leiter des britischen Außenministers Philip Hammond, der über die Unmöglichkeit einer Einigung mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow sagte.

 

«Ich kann nicht unserem Außenminister zustimmen. Vor kurzem, in seiner Rede in unserem Unterhaus sagte er, dass mit Lawrow zu sprechen nutzlos ist, weil unsere Ansichten uneinig sind. Ich sage als Antwort auf diese: Nein, nein und nochmals Nein! Wie kann man so etwas in unserer Zeit sagen? Natürlich, Herr Lawrow hat seine eigene Meinung zu verschiedenen Themen, die mit unserer Sicht nicht zusammenfallen können. Dies gilt auch für Syrien und die baltischen Staaten und verschiedene andere Themen. Aber wir können den Dialog nicht im Stich lassen. Kanäle der Kommunikation solleb immer offen bleiben», sagte der Abgeordnete.

 

Ansonsten, sagte er, ist die ernsthafte Auseinandersetzung unvermeidlich, von denen alle Seiten Schaden nehmen werden.