Die Nordatlantische Allianz will keinen neuen Kalten Krieg mit Russland haben, sagte der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in einem Interview mit dem polnischen Fernsehsender TVN.

 

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«Wir beobachten schon lange Zeit, wie stark Russland in die Streitkräften investiert», sagte NATO-Generalsekretär. Ihm zufolge, antwortet die NATO nur auf diese Aktivität, stärkt die Verteidigung, «vermeidet Eskalation» und pflegt einen offenen Dialog.

 

Er betonte, dass jetzt die NATO keine unmittelbare Bedrohung sieht.

 

«Dies ist nicht die strategische Partnerschaft, welche wir nach dem Kalten Krieg zu schaffen versuchten, aber es ist auch keine Konfrontation. Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg“, sagte er.

 

Stoltenberg kommentierte auch die Absicht der Allianz, seine Ostflanke zu stärken.

 

 «Wir geben ein klares Signal, dass die NATO alle Verbündeten vor Bedrohungen schützt. Dies ist die wichtigste Botschaft der NATO und ihre größte Stärke», sagte Jens Stoltenberg.

 

Laut Stoltenberg werden die Entscheidungen über die militärische Präsenz der NATO bezüglich der Ostflanke Anfang Juli auf dem Gipfel in Warschau getroffen. Zuvor hat die Führung der Allianz empfohlen, das multinationale Bataillon in den baltischen Ländern zu platzieren.

 

In Moskau wurde wiederholt betont, dass Russland an der Konfrontation nicht interessiert sei, sondern bereit ist, eine angemessene Antwort auf die Aktionen des Westens zu geben.