In der selbsternannten Volksrepublik Donezk haben sich mehrere hundert Bürger versammelt, um gegen die Untätigkeit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) zu demonstrieren. Ihrer Ansicht nach kommt die internationale Organisation ihren Aufgaben nicht nach.

 

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Auch nachdem Deutschland in diesem Jahr den Vorsitz in der OSZE von Serbien übernommen hat, kommt die internationale Organisation ihrer Sonderaufgabe im Donbass nicht nach, die Einhaltung des Waffenstillstandes gemäß dem Minsk-2-Abkommens sorgfältig zu beobachten. Die Demonstration in Donezk verlaufe friedlich vor dem OSZE-Hauptquartier. Die Leiterin des Büros in Donezk Olga Skripvskaya ging auf die Demonstranten zu und hörte sich die Einwände der Bürger an und bekräftigte, dass man sein Bestes gäbe.

 

«In zwei Wochen werden wir die Aktion wiederholen, wenn die Situation sich in den Grenzgebieten nicht ändern wird», sagte am Ende des Treffens einer der Aktivisten.

 

Die OSZE ist eine internationale Organisation, die insgesamt 57 Mitglieder umfasst. Sie ging aus der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa im Jahre 1975 hervor. Primäres Ziel der OSZE ist die Sicherung des Friedens nach bewaffneten Konflikten sowie die Beobachtung von Wahlen. Der Sitz des Generalsekretäriats und der wichtigsten Gremien ist Wien. Genralsekretär ist der italienische Diplomat Lamberto Zannier, der seit dem Juli 2011 das Amt innehat.

 

Nach eigenen Angaben entsandte die Organisation über 500 Beobachter, die im Osten der Ukraine neben der Einhaltung des Waffenstillstandes auch den Dialog mit den Bürgern suchen soll. Bisher wurde die Arbeit immer wieder kritisiert. Man schaue weg, wenn die Streitkräfte der ukrainischen Armee die abtrünnige Region unter schweren Beschuss nimmt.

 

Übersetzung Christian Lehmann