Die Wahlen in Österreich haben dem italienischen Außenminister Paolo Gentiloni zufolge gezeigt, dass das Land in zwei Teile gespalten ist, was eine gewisse Sorge zur Folge hat. Die Zusammenarbeit mit Wien gehe nichtsdestotrotz weiter.

 

„Natürlich gibt es eine politisch-kulturelle Besorgnis, die daraus hervorgeht, dass Österreich unabhängig von den Wahlergebnissen ein politisch gespaltenes Land sein wird“, so Gentolini gegenüber Journalisten in Brüssel.

 

Er erinnerte zudem daran, dass der österreichische Präsident eingeschränkte Befugnisse habe und alle seine Entscheidungen von der Regierung gebilligt werden müssen.

 

„Ich nehme an, dass ungeachtet des Resultats die Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden fortgesetzt wird“, schloss der Diplomat.

 

Der Kandidat der FPÖ Norbert Hofer zeichnet sich vorerst als Sieger der am Sonntag  abgehaltenen Stichwahl in Österreich ab. Gegen seinen Gegner, den ehemaligen Grünen-Chef Alexander van der Bellen, konnte er sich den Hochrechnungen zufolge nur knapp durchsetzen – Hofer holte nur drei Prozent mehr Stimmen. Die  endgültige Entscheidung wird die Auswertung der rund 800.000 Stimmen von Briefwählern bringen.
 
Quelle: Sputniknews