Der vorläufige Wahlsieg von FPÖ-Kandidat Norbert Hofer ist seiner Parteikollegin Barbara Rosenkranz zufolge ein deutliches Zeichen für die beispiellos kritische Bürgerstimmung.

 

Ich denke, es war ein ganz deutliches Zeichen, dass die ehemals großen Parteien vom österreichischen Volk ermahnt wurden, dringend eine Kurskorrektur zu machen. Es ist insofern schon eine große Zäsur für Österreich“, sagte FPÖ-Abgeordnete Barbara Rosenkranz im Interview gegenüber Sputniknews. Seit 1945 schaffte es erstmals kein Kandidat der Volksparteien SPÖ und ÖVP in die Stichwahl.

 

„Mann des Volkes vs. Establishment“ 

 

„Kandidat Van der Bellen war, wenn ich es zuspitzen soll, ein Kandidat des Establishments. Und Norbert Hofer war doch von einer breiten Zustimmung dieses Teils der Österreicher getragen, die gesagt haben: ‚So wie es ist, soll es nicht weiter gehen. Es braucht dringend eine Kurskorrektur in Bezug auf die EU, vor allem in Bezug auf die Einwanderung‘“, fügte Rosenkranz hinzu. Norbert Hofer hätten eben jene gewählt, die einen anderen Weg einschlagen wollen.

 

Die Österreicher wünschen sich, so die Abgeordnete weiter, vor allem mehr Identität: „Den Wunsch nach einer Bewahrung der Identität sieht man nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Die Konzentration auf die eigene Identität ist sehr gut im FPÖ-Programm dargestellt und kann verwirklicht werden“.

 

Die Stimmung im Land sei vor allem auf die Flüchtlingspolitik zurückzuführen:

 

„Die Stimmung der Österreicher ist kritisch wie nie. Viele haben schon seit langem kein besonders gutes Gefühl mehr, aber die Dämme sind mit dieser ‚Willkommenskultur‘ gebrochen. Viele Österreicher haben gesagt: ‚Nein, das wollen wir nicht‘“,  so Rosenkranz.

 


 
Quelle: Sputniknews