Die ukrainische Botschaft in der Slowakei hat versucht, als Diplomatengepäck fast 60.000 Zigarettenschachteln aus der EU unverzollt in die Ukraine zu überführen. Der Betrug flog an der Grenze auf, als Zollbeamten den Wagen trotz diplomatischer Schutzpapiere durchsuchten.

 

Wie das ukrainische Zollamt mitteilte, ist ein VW Transporter, aus der Slowakei kommend, am 21. Mai an der Grenze gestoppt worden. In den von der Botschaft erstellten Begleitpapieren, die der Fahrer den Beamten vorzeigte, hieß es, dass die Fracht durch Diplomatenstatus geschützt sei und keinerlei Zollkontrolle unterliege.

 

Dennoch wurde das Fahrzeug von Mitarbeitern des ukrainischen Geheimdienstes SBU geöffnet. Dort fanden sie über 56.890 Schachteln Zigaretten im Wert von etwa 20.000 Euro vor.

 

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Nach Angaben des ukrainischen Finanzamtes wurde ein ukrainischer Diplomat, der die Fracht begleitet hatte, festgenommen. Kurz danach stellte der ukrainische Vize-Außenminister Wadim Pristajko richtig: Bei dem Festgenommenen handle es sich nicht um einen Diplomaten, sondern um einen Familienangehörigen.