Damaskus hat Saudi Arabien, der Türkei und Katar die blutigen Angriffe in mehreren Städten des Landes vorgeworfen, darunter in Zara, wo Dutzende Frauen entführt und getötet wurden. Dies geht aus einem Schreiben des ständigen Vertreters Syriens bei der Uno, Bashar Jaafari, an den Generalsekretär und den Vorsitzenden des Sicherheitsrates hervor.

 

„Dieses blutige Abschlachten ist die Fortsetzung einer ganzen Reihe von Terrorangriffen, die auf direkte Anweisung der extremistischen und fundamentalistischen Regime in Riad, Ankara und Doha systematisch gegen einige syrische Städte ausgeführt wurden“, so Jaafari.

 

In dem Schreiben wird von einem großen Angriff durch Terrorkämpfer der Al-Nusra Front, Ahrar ash-Sham und derer Verbündeter auf das Dorf Zara in der Provinz Hama in der Nacht zum 12. Mai berichtet, wo die Terroristen unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 70 und 100 Frauen entführt und getötet haben sollen.

 

Dabei wird betont, dass sich diese Terrorgruppierungen in sozialen Netzwerken offen zu dem Massaker bekannt hätten. „Einige westliche und andere Staaten“ hielten diese bewaffneten Gruppierungen für „gemäßigt“, hieß es weiter.

 

Die Tragödie in Zara hätte dabei ausgerechnet zu einem Zeitpunkt stattgefunden, „als Vertreter der USA, Frankreichs, Großbritanniens und der Ukraine im UN-Sicherheitsrat die Aufnahme der Al-Nusra Front und der Organisation Ahrar ah-Sham in die UN-Liste der Terrororganisationen ablehnten“. Dies zeuge davon, dass „diese Staaten zu Verbrechen dieser Organisationen ermuntern und deren Taten hartnäckig ignorieren“.

 

Ziel solcher Angriffe sei, die Genfer Verhandlungen zur Regelung der Lage in Syrien und die Waffenruhe-Vereinbarung zu torpedieren, so Jaafari.

 

Das syrische Außenministerium hatte sich zuvor mit der Anfrage an die Uno gewandt, das Massaker in Zara zu verurteilen.