Heute findet in Podgorica eine große Kundgebung gegen die neue Regierung von Montenegro statt. Die Aktion wurde von der Partei „Demokratische Front“ organisiert.

 

Die Bewohner der Hauptstadt treten gegen Premierminister Mila Djukanovic und sein Regime auf, zu dem sich mit Entscheidung vom 19. Mai auch die Vertretern der systemischen Opposition, sowie die Partei «Demos», die Sozialdemokratische Partei und die Bürgerbewegung „Hurra“, angeschlossen habt.

 

Deren Mitglieder bekamen die Posten des Ministers für Landwirtschaft, Finanzen, Sozialpolitik, sowie Innenminister. Die Demokratische Front betrachtet diese Entscheidung der «Opposition» als Verrat an den Kampf um die Machtwechsel im Land. Die Macht ist bereits mehr als ein Viertel Jahrhundert unverändert gebleiben und sie hat kein Vertrauen der Menschen.

 

Die Demokratische Front besteht auf einen Regimewechsel und auf der Abhaltung der ersten wirklich freien Wahlen in der Geschichte, während die «systemische Opposition» seit Monaten angeblich unlösbaren Probleme durch Verhandlungen zu lösen versucht, und jetzt nur noch seine Vertreter in die Ministerposten nominiert.

 

Außer der Unzufriedenheit der Menschen mit der aktuellen Regierung, gibt es auch die Weigerung des Volkes bezüglich des NATO-Beitritts Montenegros. Nach der Ratifizierung des Vertrags durch die nationalen Parlamente soll der Balkanstaat 29. Mitglied des Verteidigungsbündnisses werden.

 

Seit Oktober 2015 finden im Land regelmäßig Demonstrationen gegen die Eingliederung in das Militärbündnis statt. Die Demokratische Front will ein Referendum bezüglich des NATO-Beitritts abhalten, was eigentlich in den NATO-Regeln vorgeschrieben wurde. Doch im Fall der Abhaltung eines Referendums würde laut Umfragen, die Mehrheit der Montenegriner gegen den Beitritt stimmen.