Für den bevorstehenden islamischen Fastenmonat Ramadan, hat der Islamische Staat (IS) zu Anschlägen in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) aufgerufen. Verbreitet wurde die Botschaft am 21. Mai 2016 via Internet.

 

″Der Ramadan ist der Monat der Invasion und des Dschihad (heiliger Krieg). Macht diesen Monat mit Gottes Willen zu einem Monat der Leiden für die Ungläubigen überall.″ forderte in einer Audio-Botschaft der IS-Sprächer Abu Mohammed al-Adnai. Gerichtet war dieser Aufruf an IS-Kämpfer sowie IS-Unterstützer in Europa und den USA. Zudem erklärte Al-Adnai, dass auch Zivilisten nicht verschont werden sollen.

 

Der Sprecher versuchte in seiner 30 Minuten langen Rede auch die Moral der IS-Kämpfer zu heben. Auch wenn wenn der Islamische Staat die Kontrolle über seine Hochburgen Mossul im Irak, Sirte in Libyen und Raka in Syrien verlieren werde, ist dies jedoch noch lange keine Niederlage. ″Eine Niederlage ist es nur, wenn wir die Überzeugung und den Willen zum Kampf verlieren.″, sagte al-Adnani weiter.
 
Speziell könnte es während der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft zu Anschlägen kommen. Warnungen diesbezüglich gab es schon vom französischen Geheimdienst. Demzufolge rüstet sich der Islamische Staat für eine Welle von Bombenanschlägen auf Menschenmengen. Auch das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat vor bevorstehenden Anschlägen zwischen Juni und Juli gewarnt.

 

Den Geheimdienstberichten zufolge, soll speziell das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien aber auch das Finale im Stade de France, im Fokus der Terroristen stehen. Darüber hinaus sollen auch einzelne Teams einer Bedrohung ausgesetzt sein. „Ein erfolgreicher Anschlag auf Mannschaften von ″Kreuzfahrernationen″, zu denen Deutschland ebenfalls gezählt wird, hätte dabei besondere Symbolwirkung.“, hieß es.
 
Das deutsche Bundeskriminalamt stuft gegenwärtig etwa 500 Personen als sogenannte ″Gefährder″ ein. Dabei soll es sich um Extremisten handeln, denen man einen Anschlag zutraut. Dazu kommen noch etwa 340 Islamisten, welche als Helfer oder Sympathisanten eingestuft werden. Voriges Jahr waren es nur 270 Menschen, die als ″Gefährder″ eingestuft worden sind.