Ein Mitarbeiter der Gepäckabfertigung des Flughafens warnt, dass es Terroristen in Tegel nicht schwer hätten. Der 25-jährige Mann, der seinen echten Namen nicht angeben will und in dem Bericht Onur Z. genannt wird, warnt vor ernsten Sicherheitsmängeln, schreibt das Focus Magazin.
 

„Terroristen hätten es leicht am Flughafen.“ Über 3000 Fluggäste würden dort an 80 Schaltern abgefertigt — und das «bei viel zu wenig Personal», erklärt der Mitarbeiter.

 
Auch ein Salafist hat offenbar im Sicherheitsbereich gearbeitet. Auch wenn der Verfassungsschutz vor dem 26-jährigen Mann gewarnt hatte, habe dieser zehn Monate lang als Angestellter einer Reinigungsfirma Zugang zum Sicherheitsbereich gehabt. Weiter erklärt Onur Z., dass der Salafist dort trotz Fotoverbots Bilder von Regierungsmaschinen gemacht habe.
 
Auch die Vergabepraxis von Sicherheitsausweisen beschreibt Onur Z. Mit diesen hat man ihm zufolge überall Zutritt, Mitarbeiter würden den Ausweis drei Monate nach Vertragsunterzeichnung bekommen. Damit hat jeder, wie er „bild.de“ erklärt, Zugang auf das Rollfeld, kommt sogar bis in die Flugzeuge. Etwas unentdeckt in einen Flieger zu bringen, sei somit nicht schwierig.

«Wenn man etwas schmuggeln will, wirft man es vom Parkplatz 7 über den Zaun, holt es am nächsten Tag ab und bringt es unentdeckt in den Flieger», sagt der Insider.

 
Der von der Flugsicherung ausgestellte Ausweis werde zudem nur alle fünf Jahre erneuert.