Die Verwandten des pakistanischen Taxifahrers, der in der vorigen Woche bei einem US-Drohnenangriff auf den Taliban-Chef Mullah Akhtar Mansour getötet wurde, bereiten eine Klage gegen die USA vor, teilte das russische Online-Nachrichten-Portal newsru.com unter Berufung auf „Voice of America“ (VOA) mit.

 

VOA zufolge haben die Angehörigen des Pakistaners als ersten Schritt bei der Polizei eine Beschwerde wegen der Handlungen ungenannter US-Beamten eingereicht. Die Polizei ist laut der geltenden Gesetzgebung verpflichtet, in dem Vorfall zu ermitteln, bis ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird.

 

Der Bruder des getöteten Taxifahrers sagte, dass dieser in keine Terrororganisation verwickelt gewesen sei und in seinem Wagen nur Passagiere zwischen der pakistanischen Stadt Taftan (an der Grenze zum Iran – Anm. d. R.) und der Hauptstadt von Belutschistan, Quetta, befördert habe.

 

„Mein Bruder, ein Vater von vier Kindern und Alleinverdiener in seiner armen Familie, war unschuldig“, sagte er.

 

Wie ein Rechtsanwalt aus Quetta betonte, wird Azams Familie höchstwahrscheinlich finanzielle Entschädigung von den USA und ein Abwesenheitsverfahren fordern, wenn die USA nicht darauf reagieren.

 

US-Präsident Barack Obama und seine Administration bestätigten den Tod des Taliban-Anführers bei einem Drohnenangriff.

 

Der Fahrer Mohammad Azam beförderte den Taliban-Anführer in der pakistanischen Provinz Belutschistan, als US-Drohnen Raketen auf das Auto abfeuerten. Bei dem Drohnenangriff wurden beide getötet.

 

Die Taliban waren 1994 in Afghanistan von Mullah Mohammed Omar als radikal-islamische Miliz gegründet worden. Die Bewegung ist in vielen Ländern, darunter auch Russland, als terroristische Vereinigung verboten.