Derzeit gibt es keine direkten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern. Nachdem Israels Premier Benjamin Netanyahu sich gegen einen Dialog mit Präsident Palästinas Mahmud Abbas vor einer Woche aussprach, legte dieser nun auf einem Treffen der arabischen Außenminister in Kairo nach, als er sagte, dass die Paläsinenser keinen jüdischen Staat anerkennen würden, wie die iranische Nachrichtenagentur PressTV berichtet. Netanyahu plant nun Konsequenzen.

 

Im Konflikt zwischen Israel und Palästina wird wohl auch in naher Zunkunft zu keiner Lösung kommen. Nachdem Premier Netanyahu die Pariser-Friedensinitiative des französischen Außenministers Jean-Marc Ayraul vor zwei ablehnte und nur zu direkten Gesprächen mit der palästinenischen Staatsführung bereit sei, lehnte Abbas in Kairo nun die Anerkennung Israels ab. Die arabische Liga hingegen soll nach Angaben des Jerusalem Post die Pariser Nahostgespräche befürworten.
 

 
Nachdem aber nun Abbas bekräftigte, dass er einen „jüdischen Staat nicht anerkennen werde“, soll nun Israels Premier Netanyahu sich mit seinen arabischen Verbündeten, einschließlich den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Jordannien zusammengestetzt haben und die Absetzung von Abbas planen, wie die Agentur Press TV heute berichtet.  

 


 

Man beruft sich hierbei auf eine hochrangige jordanische Quelle, die bestätigte, dann nun eine Initiative zur Amtsenthebung Abbas geplant sei, sowie eine Schwächung der Hamas-Bewegung. Am 3. Juni findet dennoch eine Friedenskonferenz in Paris statt, wo Vertreter aus 20 Ländern über den Nahost-Konflikt sprechen werden, allerdings ohne Israelis und Palästinenser.

 

 


 

Die Friedenverhandlungen zwischen Israel und dem unabhängigen Palästinenserstaat liegen seit dem 20 April 2014 auf Eis. Vor allem wird über die Grenzziehung, der künftige politische Status von Jerusalem sowie über das Schicksal palästnensischer Flüchtlinge und Vetriebener gestritten. Frankreich will neben den USA, Russland, der EU und den Vereinten Nationen auch die arabischen Staaten einbinden, berichtet der deutsche Auslandsfunk Deutsche Welle.
 

 
Von Christian Lehmann