Russische Unternehmen werden Aufträge für das europäische Forschungszentrum FAIR („Anlage zur Forschung mit Antiprotonen und Ionen“) in Deutschland im Wert von 90 Millionen Euro erhalten. Das gab der Vize-Innovationschef des Atomkonzerns Rosatom, Oleg Patarakin, bekannt.

 

„Im Unterschied zum ITER (Kernfusionsreaktor in Frankreich), wo unsere Hauptverpflichtung die Lieferung von Anlagen ist, überweisen wir im FAIR-Projekt Geldmittel und kämpfen dann dafür, dass sie für High-Tech-Aufträge an russische Unternehmen ausgegeben werden. Jetzt gibt es Entscheidungen, Aufträge im Wert von rund 90 Millionen Euro in Russland zu platzieren“, sagte Patarakin beim 8. Internationalen Forum Atomexpo.

 

Die internationale Teilchenbeschleunigeranlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) ist eine Forschungseinrichtung für die physikalische Grundlagenforschung. Sie wird in einem Vorort von Darmstadt gebaut. Das Projekt, das mit dem Großen Hadronen-Speicherring der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) vergleichbar ist, ist rund eine Milliarde Euro schwer. Die Erforschungen sollen Anfang der 2020er Jahre beginnen.