Nachdem rund 10.000 NATO-Soldaten von der bayrischen Grenze aus in Richtung Osten durch Tschechien marschierten, kam es hier zu massiven Protesten. Sie sehen in diesem Sabelrässeln der NATO ein überflüssiges und friedensgefährdendes Kriegspiel. In Griechenland wurde sogar eine Flagge der Nordallianz verbrannt.

 

Letztens berichtete das Contra Magazin bereits über den Truppenaufmarsch ins Baltikum, unter Beteiligung von rund einem Dutzend Staaten, welcher unter Führung der USA die Truppenverlagerung von West nach Ost deutlich sichtbar machen soll. Ein Vorgehen, welches nicht nur auf Zustimmung stößt.

 

Die Soldaten treffen nun auf eine wütende Zivilbevölkerung, die massiv gegen dieses Manöver protestiert, wie die tschechische Friedensaktivistin Milan Krajca dem russischen Fernsehsender RT erzählte. In den letzten Jahren beobachte man zunehmend, wie die NATO ihre Muskeln in Osteuropa und im Balkan spielen lässt, sagte sie weiter. „Die NATO ist ein Hindernis für den Frieden und die Freundschaft“, fügte sie hinzu.

 

 

Die NATO wird nun in den nächsten zwei Wochen weiter durch Tschechien, Polen, Lettland, Litauen nach Estland marschieren. Das Manöver „Saber Strike 2016“ startete vom bayrischen US-Stützpunkt Vilseck in der Oberpfalz. Wie in Tschechien kam es auch in Montenegro zu Protesten gegen die NATO, die dort versucht, die Politik für einen Beitritt mit „Soft Power“ Methoden zu einem endgültigen NATO-Beitritt zu überreden. In Griechenland fanden ebenfalls Proteste gegen die westliche Militärallianz statt, wo eine NATO-Flagge verbrannt wurde, wie man auf diesem Video sieht.  

 

 


Es ist mit weiteren Protesten in den nächsten Tagen zu rechnen. Im Juli ist bereits das nächste NATO-Manöver geplant. Das Manöver Anaconda soll dann im Baltikum den Ernstfall gegen Russland proben, nachdem der Westen in den baltischen Staaten durch Medienpropaganda, wie beispielsweise Radio Free Europe oder Deutsche Welle, die Angst vor Russland weiter schürte. Insoweit könnten die Proteste in der baltischen Region deutlich geringer ausfallen.

 

 

Von Christian Saarländer